Informationen zum Umgang mit Corona am AKI

(angeleht an die Richtlinien des BJR)

Stand 12.01.2022: Keine wesentlichen Änderungen durch die neue Verordnung / Redaktionelle Änderungen

Am 24. November ist die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV) in Kraft getreten. Sie gilt bis zum 09. Februar 2022. Eine Lesefassung steht hier zur Verfügung. Letzte Änderung durch die Verordnung vom 11. Januar 2022.

Das Ampelsystem der 14. BayIfSMV wird ersetzt durch die Inzidenzgrenze von 1.000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen je Landkreis bzw. kreisfreier Stadt (regionaler Hotspot). Ob ein regionaler Hotspot vorliegt, muss von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde bekanntgegeben werden und ist lokal in Erfahrung zu bringen

A. Zusammengefasst gilt in Bayern für die außerschulische Jugendbildung bei einer Inzidenz von unter 1.000:

1) Maskenpflicht drinnen (§ 2 der 15. BayIfSMV):

  • In Gebäuden und geschlossenen Räumen einschließlich geschlossener öffentlicher Fahrzeugbereiche (z. B. ÖPNV), Kabinen und Ähnlichem gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.
  • Relevante Ausnahmen hiervon sind:
    • Kinder und Jugendliche vom 6. bis zum 16. Geburtstag dürfen auch eine medizinische Maske tragen.
    • Private Räumlichkeiten
    • Am festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz, wenn zuverlässig ein Abstand von 1,5 Metern zu Personen aus einem anderen Haushalt gewahrt wird, außer wenn 2G plus gilt.
    • In der Gastronomie am Tisch
    • Kinder bis zum sechsten Geburtstag und Personen, die aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können.
    • Bei der praktischen Sportausübung
    • Bei Veranstaltungen mit 2G-plus-Pflicht gilt auch draußen Maskenpflicht.

2) Da der BJR zu den außerschulischen Bildungsangeboten nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 der 15. BayIfSMV zählt, gilt für die Jugendarbeit seit 24. November 2021 bayernweit 2G.

Das heißt: Im Hinblick auf geschlossene Räume darf nur Zugang erhalten,

  • wer geimpft oder genesen ist oder
  • wer unter 14 ist oder
  • wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann und dies durch Originalattest nachweisen kann oder
  • minderjährige Schüler:innen, die in der Schule regelmäßig getestet werden und nur zur eigenen Ausübung sportlicher, musikalischer und schauspielerischer Aktivitäten oder
  • Mitarbeitende, die 3G am Arbeitsplatz (geimpft, genesen oder tägl. Testnachweis) vorweisen können.
  • Eigene Testnachweise müssen 14 Tage aufbewahrt werden.

Es müssen wirksame Zugangskontrollen für jede Einzelperson samt Identitätsfeststellung durchgeführt werden.

3) Kontaktbeschränkungen

Wenn bei privaten Zusammenkünften mindestens eine ungeimpfte oder nichtgenesene Person ab 14 Jahren dabei ist, zählen alle weitere Teilnehmer:innen ab 14 Jahren bei der Personenobergrenze und der Zahl der Hausstände mit, auch wenn diese Personen geimpft oder genesen sind. Erlaubt sind dann die Angehörigen des eigenen Hausstands plus höchstens zwei Angehörige eines weiteren Hausstands.

Bei privaten Zusammenkünften außerhalb der Gastronomie, bei denen ausschließlich geimpfte oder genesene Personen teilnehmen, sind maximal 10 Personen erlaubt (sowohl drinnen als auch draußen). Es werden nur Personen ab 14 Jahren gezählt. 

Wichtig für die Jugendarbeit: Bei der Jugendarbeit handelt es sich nicht um private Zusammenkünfte! Deshalb gelten die Kontaktbeschränkungen der Verordnung nicht für die Angebote der Jgendarbeit!

.4) Kontaktdatenerfassung (§ 5 der 14. BayIfSMV):

  • Die Kontaktdatenerfassung ist nur in den in § 6 Abs. 1 der 15. BayIfSMV genannten Bereichen erforderlich. Damit entfällt die Kontaktdatenverfolgung in den allermeisten Fällen.
  • Relevant ist die Kontaktdatenerfassung für die Jugendarbeit insbesondere noch im Beherbergungswesen bei Gemeinschaftsunterkünften.

5) Individuelles Infektionsschutzkonzept (§ 7 der 15. BayIfSMV):

  • Nach wie vor ist für alle Angebote der außerschulischen Bildung, für Freizeiteinrichtungen jeder Art (z. B. Juz, Aktivspielplatz), für Beherbergungsbetriebe und alle anderen in § 7 Abs. 1 S. 1 der 15. BayIfSMV genannten Bereiche ein individuelles Infektionsschutzkonzept (Schutz- und Hygienekonzept) zu erarbeiten und zu beachten.
  • Wichtige Ausnahme für die Jugendarbeit: Die Pflicht zur Erstellung eines Infektionsschutzkonzepts entfällt, wenn eine Veranstaltung oder Versammlung weniger als 100 Personen umfasst. Man muss dann aber trotzdem die anderen Regelungen beachten.

6) Was für Gremienarbeit, z. B. Vollversammlungen, gilt:

Im Falle von öffentlichen Zusammenkünften (z. B. Vollversammlungen) gilt 2G plus gemäß § 4 Abs. 1 der 15. BayIfSMV, also geimpft, genesen und mit tagesaktuellem Test. Bei nicht-öffenltichen Versammlungen (z. B. Vorstandssitzungen) gilt 2G nach § 5 BayIfSMV.

7) Was für Arbeitgeber gilt:

Arbeitgeber und Beschäftigte dürfen Arbeitsstätten gemäß § 28b IfSG nur betreten, wenn sie geimpfte Personen, genesene Personen oder getestete Personen sind und einen Impfnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Testnachweis mit sich führen, zur Kontrolle verfügbar halten oder beim Arbeitgeber hinterlegt haben.

8) Für den kulturellen und sportlichen Betrieb gilt:

Zur eigenen sportlichen, musikalischen oder schauspielerischen Aktivität ist der Zugang für minderjährige Schüler:innen, die im Schulbetrieb regelmäßig getestet werden, auch weiterhin möglich (§ 4 Abs.3 Nr. 2 BayIfSMV).

B. Für regionale Hotspots mit einer Inzidenz von über 1.000 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner:innen gilt:

Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden geben amtlich bekannt, wenn diese Grenze überschritten wird. In der Regel kann dies auf der Webseite der Behörde abgefragt werden.

Die Folge ist ein kompletter Lockdown der Jugendarbeit. Sowohl die Jugendarbeit in Präsenz als auch die Gremienarbeit in Präsenz werden untersagt, unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus.

C. Für die typischen Angebotsformen der Jugendarbeit bedeutet das bei einer Inzidenz von unter 1.000:

1) Gruppenstunde:

  • Draußen in der Regel keine Maske
  • Draußen keine Kontaktbeschränkungen, wenn es sich hier um eine organisierte Zusammenkunft der Jugendarbeit handelt.
  • Drinnen mit Maske und mit 2G-Nachweis ab 14 Jahren (am Platz bei 1,5 Metern Abstand und beim Essen am Tisch ohne Maske)
  • 14-tägige Aufbewahrungspflicht der eigenen Testnachweise und individuelle Zugangskontrollen verpflichtend.
  • Kein individuelles Infektionsschutzkonzept erforderlich (unter 100 Personen).
  • Bei Beschäftigten: Es gilt, dass ungeimpfte/nichtgenesende Mitarberiter:innen arbeitstäglich einen Testnachweis vorlegen müssen.
  • Vorgaben aus der Corona-ArbSchV beachten.

2) Tagesausfahrt mit Jugendgruppe (oder mit Besucher:innen aus dem Juz) ohne Übernachtung:

  • Wie Gruppenstunde

3) Ausfahrt mit der Jugendgruppe bzw. Ferienfreizeit mit Übernachtung:

  • Teilnehmer ab 14 Jahre nur mit 2G-Nachweis
  • Teilnehmer ab 14 Jahren ohne 2G- Nachweis können ausschließlich übernachten, nicht aber an den Angeboten der Jugendarbeit teiolnehmen.
  • Teilnehmer unter 14 unter 3G-Bedingungen, wobei regelmäßig in der Schule getestete Kinder/Jugendliche als getestet gelten.
  • 14-tägige Aufbewahrungspflicht der eigenen Testnachweise und individuelle Zugangskontrollen verpflichtend.
  • Draußen keine Maske
  • Drinnen mit Maske (am Platz bei 1,5 Metern Abstand und beim Essen am Tisch ohne Maske)
  • Kontaktverfolgung notwendig
  • Infektionsschutzkonzept für das Angebot nur notwendig, wenn mehr als 100 Personen (Teilnehmende, Betreuer:innen und andere Helfer:innen) teilnehmen. Allerdings muss das Infektionsschutzkonzept der Übernachtungseinrichtung beachtet werden.
  • Bei Beschäftigten: Es gilt, dass ungeimpfte/nichtgenesende Mitarberiter:innen arbeitstäglich einen Testnachweis vorlegen müssen.
  • Vorgaben aus der Corona-ArbSchV beachten.

4) Offener Betrieb im Jugendzentrum:

  • Draußen keine Maske
  • Draußen keine Kontaktbeschränkungen, wenn es sich um eine organisierte Zusammenkunft im Rahmen der Jugendarbeit handelt. 
  • Drinnen (im Juz) mit Maske (am Platz bei 1,5 Metern Abstand ohne Maske) und mit 2G-Nachweis ab 14 Jahren.
  • 14-tägige Aufbewahrungspflicht der eigenen Testnachweise und individuelle Zugangskontrollen verpflichtend.
  • Infektionsschutzkonzept erforderlich
  • Bei Beschäftigten: Es gilt, dass ungeimpfte/nichtgenesende Mitarberiter:innen arbeitstäglich einen Testnachweis vorlegen müssen.
  • Vorgaben aus der Corona-ArbSchV beachten.

5) Mobiles offenes Angebot draußen (Spielen im Park, Demokratiemobil usw.):

  • Draußen keine Maske,
  • Keine Kontaktbeschränkungen, wenn es sich um eine organisierte Zusammenkunft im Rahmen der Jugendarbeit handelt.
  • Infektionsschutzkonzept erforderlich
  • Bei Beschäftigten: Es gilt 3G am Arbeitsplatz (tägl. Testnachweis bzw. geimpft oder genesen)
  • Vorgaben aus der Corona-ArbSchV beachten.

6) Streetwork, aufsuchende und mobile Jugendarbeit:

  • Es gelten die „normalen“ Vorgaben des Aufenthaltsorts (draußen keine Maske, drinnen und im ÖPNV Maske; mindestens 2G-Nachweis für den Zugang zu geschlossenen Räumen ab 14 Jahren)
  • Bei aufsuchender Streetwork: Draußen Kontaktbeschränkungen ab 14 Jahren  beachten: Sobald  eine nichtgenesene oder eine ungeimpfter Person über 14 Jahre teilnimmt: Beschränkung auf die Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich zwei Angehörige eines weiteren Hausstands, wobei nun auch geimpfte und genesene über 14-jährige Teilnehmer:innen bei der Höchstzahl mitzählen.
  • Bei “Aktionen” durch die Streetwork: Keine Kontaktbeschränkungen, da es sich hier nicht um private Zusammenkünfte handelt, sondern um organiserte Zusammenkünfte der Jugendarbeit.
  • Vorgaben aus der Corona-ArbSchV beachten.
  • Streetwork findet in einem Grenzbereich zwischen offener Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII und Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII statt. Damit gilt für Streetwork zusätzlich:
    • Bei Beratungen in geschlossenen Räumen:
      • Beratungen nach § 13 SGB VIII: 3G für den/die Streetworker:in (28b IfSG), Mindestabstand und Maskenpflicht, außer an festem Platz mit Mindestabstand (1, 2 BayIfSMV)
      • Beratungen nach § 11 SGB VIII: 2G-Voraussetzungen der außerschulischen Bildungsarbeit (s. o.)

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